Bei den hier aufgeführten Pressestimmen handelt es sich um Zitate aus den erschienenen Rezensionen.

Man durfte an diesem Abend getrost von der Leichtigkeit des Steins sprechen. Was das Ensemble Laetare in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aichelberger Feldkriche zelebrierte, hatte etwas Archaisches, nahezu Mystisches und bei all dem doch Spinnwebenzartes. Das deutschlandweit gefeierte Trio bot mit Gesangsstimme, keltischer Harfe und Klangsteinen ein Hörerlebnis von besonderem Reiz.
(...)
Was diese drei Künstler hier bieten, ist mehr als ein bloßes Konzert. Es geht tiefer, berührt die Zuhörer gleichsam im Inneren. Man wird hier unversehens mitgenommen in einem Rausch der Musik voller Sinnlichkeit. Der immer wieder an die Gregorianik erinnernde Gesang Andrea Letzings bestach durch die klangreine Linienführung, selbst bei schwierigen Quint- oder Oktavsprüngen. Ihr kultiviertes Pianissimo hatte eine ungeheure Strahlkraft und ihr Vortrag war vom ersten bis zum letzten Ton packend. Georg Baum entwickelte an seiner Harfe immer wieder wie beiläufig zart tanzende 6/8 oder 4/4 Rhythmen, die sich mit brillanter Leichtigkeit entfalteten. Sie bildeten für die Kompositionen ein sanft perlendes Rückrat.
Der größte Zauber des Abends ging zweifelsohne von den Klangsteinen aus, die Klaus Feßmann, und bei einem Stück auch Martin Runge als Gastmusiker, seinen ungewöhnlichen Instrumenten entlockte. (...) Es war verblüffend, welche Klangvielfalt Feßmann aus den Steinen herausholen konnte.
(...) Nie brachial und kalt oder zögerund und zaghaft, statt dessen aber reich an kunstsinnig ausgestalteter Dynamik, bot das Ensemble Laetare einen Kulturgenuss, wie man ihn nicht oft erlebt.

(Peter Eltermann, Esslinger Zeitung, 27.09.2011)

 

(...) Es war ein Abend der leisen Töne, die oft wie aus dem Nichts erwuchsen, sich steigerten und wieder in die Stille zurücksanken. Summend betrat der schwarz gekleidete Chor die Kirche, grundierte auch im weiteren Verlauf gelegentlich sanft den Sologesang. Georg Baum wusste der keltischen Harfe überraschende Töne zu entlocken. Besonders reizvolle, weil ungewolltge Klangbilder entstanden aber aus den Klangsteinen, schwarz glänzende Granit- oder Gabbro-Blöcke, durch tiefe Kerben fast zu Scheiben geschnitten und durch Streichen mit der Hand in Schwingungen versetzt.(...)

(Reinhzard Szyszka, Süddeutsche Zeitung, 02.09.2011)

pmerkur

 

pmerkur
Penzberger Merkur, Dezember 2010

diocesana
Docesis Granada Noticias, November 2010

Übersetzung:
„Ohrenlicht“, Musik als Gebet
Gestern Nachmittag verabschiedete sich das Trio „Laetare“, nachdem es, organisiert durch das Erzbistum Granada, zwei Konzerte gegeben hat in der Kirche De los Santos Justo y Pastor und im Kloster San Jerónimo. Über beiden Konzerten schwebte ein Geist des Gebets. Der Erzbischof von Granada, Mons. Javier Martinez förderte die Konzerte und lud eine größere Zahl Mitarbeiter ein, diese Musik zu erleben und gleichermaßen als eine Form des Gebets wahrzunehmen. Die aus Deutschland kommenden Künstler des Trios „Laetare“ musizierten unter dem Titel „Ohrenlicht“. An der keltischen Harfe spielte Georg Baum von Appelshofen, Dozent am Franz Schubert Konservatorium (Wien), Es erklang die Stimme von Andrea Letzing, Sängerin beim Bayerischen Rundfunk und Dozentin an der Hochschule für Musik in München. Klaus Feßmann, Komponist und Professor für Musik am Mozarteum (Salzburg), war Klanginterpret an Steinen aus schwarzem Granit. „Ohrenlicht“ nennen die Chinesen diese ganz besondere Musik, die seit mehr als 3000 Jahren mit schwarzen Granitsteinen erzeugt wird. Im Zusammenspiel mit der keltischen Harfe wie auch der wunderbaren Stimme von Andrea Letzing, Sängerin beim Bayerischen Rundfunk, erklangen Gregorianische Gesänge in gleichermaßen neuer, wie traditioneller Form.
 

     

bgl37