Klang

Dem Menschen gegenüber, um ihn herum ist Materie, auch Teil seiner selbst. Sie in unbelebte und belebte zu teilen, ist arrogant und unintelligent. Bedeutungsvoller ist die Erkenntnis von Schwingungssystemen, die nicht offenkundig zu Tage treten. Im Indischen ist das erste Leben eines Menschen dem Observing gewidmet, dem Beobachten, nicht dem Wissen. Schauen, Sehen zu lernen, nicht verstehen wollen, nur hinschauen und im Sehen erkennen, was da ist. klangkreisSehendes Erkennen ermöglicht die Freiheit des Ganzen, des Geistes und des Körpers, den beiden bevorzugten Auseinander- dividierungsebenen des Europäers. Dieses Sehen ließ das Schwingen von Bäumen erkennen, das Hin und Her von Blättern, von Grashalmen, von Hölzern ganz allgemein. Elastisch waren und sind sie, diese Materialien, von den Elementen bewegt.

Und sie tönen, die Energie der Phänomene bewegt sie und Klang, Musik ist immer Bewegung. Lag hier der Schlüssel zu den Saiten? Zu den Resonanzräumen? Im Observing sicherlich, der die Imitation folgte. Immitieren ist immer die bedeutungsvolle Grundlage, um später verstehen zu können. Zu sehen wie ein Ding, ein Etwas, eine Materie schwingt, die Strecke, die sie in die eine Richtung zurückgelegt hat, wieder zurückgeht und dies so lange wiederholt, bis die Energie,welche von Außen zu erbringen war und ist, nachlässt? Und das Ergebnis dieses eigentlichen „Nonsens-Vorgangs“? Etwas, was man zuvor nicht gedacht hat, nicht erwartet hat und welches im Indischen Denken im zweiten Leben sich ereignet, ist das Zuhören. das Immaterielle wahrgenommen von einem der bedeutendsten menschlichen Sinnesorgane. Klang gehört zu jedem Phänomen, jedem Ding, jedem Gegenstand wie die Farbe, die Materialität, der Geruch, die Dichte, wie alles andere, was sich hier auftut. Wer beobachtete hier wen, ist eine für mich wichtige Frage. Was sah er/sie und was vielleicht nicht?

     

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